Stracksaal

Im 17. Jahrhundert befand sich hier das Rote Gemach, die Wohnung des Grafen Anton von Aldenburg, der ein illegitimer Sohn Graf Anton Günthers war. Eine schmale steinerne Wendeltreppe, die vom Erdgeschoss bis unter das Dach führte, wurde 1874 verlegt und durch eine breite repräsentative Treppe aus Gusseisen ersetzt. 1818/19 ließ Herzog Peter Friedrich Ludwig (1755-1829) den Saal in seiner jetzigen Gestalt als Speisegalerie einrichten. Für die Innenausstattung war Baumeister Heinrich Carl Slevogt (1787-1832) verantwortlich. Die mit Pflanzenornamenten verzierten Stuckdecken korrespondieren mit dem gegenüberliegenden Schlossgarten, der von Peter Friedrich Ludwig als englischer Landschaftsgarten angelegt wurde. Benannt ist der Stracksaal nach dem Hofmaler Ludwig Philipp Strack (1761-1836). Auf Entwürfe Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins (1751-1829) gehen zwei historische Öfen im Stracksaal zurück. Ludwig Philipp Strack schuf für diesen Saal 1818/19 sechs großformatige, dekorative Tableaus mit italienischen Ideallandschaften. Sie befinden sich bis heute an Ort und Stelle. Fußböden und Stuckdecken des Schlosses stammen noch aus dem 19. Jahrhundert. Dagegen ist die Ausstattung mit Mobiliar weitgehend Konstrukt der frühen 1920er Jahre, da das Gebäude nach der Abdankung des Großherzogs Friedrich August (1852-1931) im November 1918 komplett geräumt wurde.

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Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

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6 €, 4 € ermäßigt
Kinder (7 - 17 Jahre): 1,50 €
Familienkarte: 10