Kunstgewerbe des Jugendstils

Der Jugendstil (franz.: Art Nouveau, „neue Kunst“) war eine gesamteuropäische Erscheinung der Zeit ab 1890. Die Künstler wollten ihr Formenrepertoire nicht länger aus den Vorbildern historischer Stile schöpfen, sondern neue Formen entwickeln. Sie orientierten sich dafür an Naturformen, abstrakten Kraftlinien („Peitschenhieb“) oder geometrischen Motiven.

Während die Vasen Emile Gallés und der Schule von Nancy florale Formen als Vorbilder nutzten, orientierten sich Künstler wie Henry van de Velde, Peter Behrens und Richard Riemerschmid, die sich 1907 zum Deutschen Werkbund zusammenschlossen, an geometrischen Formen und funktionalistischen Prinzipien. 1919 ging aus diesen Bestrebungen die Gründung des Bauhauses in Weimar hervor.

Das Wohnzimmer-Ensemble von Hans Christiansen (1866–1945) stammt aus der Zeit um 1900. Seine Schlichtheit und Formenstrenge stehen im Gegensatz zu der Vorliebe des Historismus für Pomp und überladenen Formen.

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