Kunstgewerbe im Klassizismus

Empire (franz.: Kaiserreich) und Biedermeier sind die maßgeblichen Stilrichtungen des Klassizismus. Der Empirestil entstand in Frankreich unter Kaiser Napoleon I. und breitete sich schnell über ganz Europa aus. Er ist wuchtig, dekorativ und betont repräsentativ. Seine Motive entstammen zumeist der griechisch-römischen Antike. Die Begeisterung für das Altertum war seit Beginn der Ausgrabungen in den antiken Städten Pompeji und Herculaneum (1738/48) weit verbreitet.

Ab 1815 verlor der Empirestil seinen pompösen Dekor. Er wandelte sich zu nüchterner Strenge und sachlicher Zweckmäßigkeit. In Deutschland wird diese Epoche als Biedermeier bezeichnet. Sie zeichnet sich durch eine bescheidene bürgerliche Lebenshaltung aus, die am Vorbild Englands orientiert ist. Das Biedermeier-Wohnensemble aus der Zeit um 1830 ist jedoch nur scheinbar schlicht. Edle Furniere und sorgfältigste Handarbeit erforderten schon damals hohe Preise.

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