Kunstgewerbe im Mittelalter

Über viele Jahrhunderte prägte das Christentum die europäische Bildproduktion. Die Künstler des Mittelalters waren Handwerker und Mönche, die vor allem für kirchlich-religiöse Zwecke Gegenstände von höchster Qualität in verschiedenen Techniken schufen: prächtige Glasmalereien, aufwendige Bildwirkereien, kostbare Goldschmiede- und Bronzearbeiten und feinste Elfenbein­schnitzereien.

Skulpturen sowie Holztafeln mit Heiligenbildern und biblische Szenen, die heute in Kunstmuseen präsentiert werden, waren einst Objekte religiöser Verehrung und dienten der visuellen Vermittlung von spirituellen Inhalten.

 

Aber auch Alltagsgegenstände konnten mit einem ästhetischen Anspruch geschaffen werden. Reichen Bürgern und Adligen dienten entsprechende Stücke zur Repräsentation und Dokumentation ihres Wohlstands. Ein Beispiel dafür ist die große, um 1500 aus Eichenholz gefertigte Stollentruhe, deren Deckel mit kunstvollen Flachschnitzereien verziert ist.

Der kleine Reliquienbehälter aus Walrosszahn und grünem Porphyr stammt aus dem 11. Jahrhundert. Geistliche benutzten solche Gegenstände auf Reisen für eine improvisierte Messfeier.
Eine Auswahl der mittelalterlichen Elfenbeinobjekte des Landesmuseums finden Sie in der englischsprachigen Datenbank "Gothic Ivories Project".

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Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr

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6 €, 4 € ermäßigt
Kinder (7 - 17 Jahre): 1,50 €
Familienkarte: 10