Renaissance und Barock

Die Renaissance (franz.: Wiedergeburt) entwickelte sich in Italien um die Mitte des 15. Jahrhunderts und gelangte um 1500 nach Deutschland. Mit dem Aufstreben des Bürgertums und dem Reichtum von Fürsten und Kaufleuten wuchs die Nachfrage nach kostbaren und kunstvoll verzierten Gebrauchs- und Luxusgegenständen. Anregungen lieferte die Kunst der klassischen Antike, vor allem römische Wanddekorationen. Das besondere Interesse der Renaissancekünstler galt der antiken Architektur. Klassische Säulenordnungen und Fassadengestaltungen fanden selbst im Möbelbau Anwendung, wie der kleine Kabinettschrank zeigt. Er stammt aus Süddeutschland und wurde um 1600 gefertigt. Durch Vorlagen- und Musterbücher verbreiteten sich entsprechende Anleitungen für die Handwerker in ganz Europa.

Barock leitet sich vom portugiesischen "barocco" ab und bedeutet „unregelmäßig“. Der Barockstil entstand um 1600 in Rom und war zunächst die Kunstrichtung der katholischen Gegenreformation. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg 1618 bis 1648 verbreitete er sich in den protestantischen Ländern Europas. Gefördert wurde er vor allem vom Adel.

Ein zunehmendes Interesse an den Naturwissenschaften schlug sich in der Erfindung und Entwicklung wissenschaftlicher Geräte nieder, die ebenfalls kunstvoll und aufwendig verziert wurden. Davon zeugt die kleine, mit einem Kompass kombinierte Klappsonnenuhr aus Elfenbein von 1624 mit ihren farbig gefassten Schmuckornamenten wie Blumen, Sternzeichen und Windgöttern.

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